3. Oktober 2026
Unter den Alpen
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Heute ging ich von Padua zurück nach Bern. Dabei nimmt man erst einen Frecciarossa bis Mailand, bevor man normalerweise den Direktzug nach Bern nehmen würde. Das Verb würde steht im vorangehenden Satz, da sich seit einiger Zeit die italienische Seite der Direktverbindung (also irgendwo zwischen Simplontunnel und Mailand) die Stadt Bern mit ihren Baustellen als Vorbild nahm. Seit gefühlt 2 Jahren ist nur so jeder 5. Zug ein Direkter, sonst geht es über den Gotthard. Da meine Verbindung nicht mal Mailand–Zürich direkt hatte, nahm ich bis Lugano irgendeinem trümmligen Regio. Danach geht es aber dank dem Gotthard-Basistunnel bedeutend schneller als zuvor, als man den alten Tunnel zwischen Airolo und Göschenen (daher auch das Sprichwort Göschenen-Airolo, wenn jemand etwas direkt wieder vergisst) nehmen musste. Der Basistunnel ist mit seiner Länge von 57,1 km noch der längste Tunnel der Welt, wird aber bald durch den voraussichtlich 2028 fertiggestellten und 2032 eröffneten Brennerbasistunnel in Österreich abgelöst.
Apsropos Tunnel: Persönlich bin ich der Meinung, dass man anstelle des geplanten Grimseltunnels zwischen Innertkirchen und Oberwald besser einen Grimsel-Nufenen-Tunnel bis Airolo baut (das Projekt gibt es nicht und kein plan ob's realistisch wäre, aber der Gedanke ist mir mal gekommen). Da hätte man eine blitzschnelle Verbindung von Bern (und somit auch aus der Westschweiz) ins Tessin. Der Grimseltunnel hingegen wäre dann für alle Brienzer und Oberwaldler, da der Rest über den Lötschbergtunnel schneller im Wallis bzw. in Bern ist. Da sehe ich den Nutzen wirklich nur gering.
So, genug Teilen meines Halbwissens über Tunnel und bis morgen zum nächsten Blog.
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